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Unternehmenssitz mit Geschichte



Luftaufnahme der Wilhelmsburg mit der deutlich zu erkennenden neuen Photovoltaikanlage

Um die oberheinische Grenze Deutschlands gegen mögliche Angreifer zu sichern, wurden auf Beschluss der Deutschen Bundesversammlung von 1841 die Städte Ulm und Rastatt im Laufe des folgenden Jahrzehnts als Bundesfestungen ausgebaut. 1859 war die Ulmer Festung im Wesentlichen vollendet. Zu diesem Zeitpunkt war das Bauwerk in seiner Funktion eigentlich schon wieder veraltet. Glücklicherweise wurde seine Tauglichkeit als Bollwerk im Kriegsfall nie auf die Probe gestellt.

Das mächtige Reduitgebäude, das Werk XII, mit der imposanten Abmessung von 193 auf 125 Meter, wurde über mehrere Jahrzehnte als Kaserne für Infanterie- und Jäger-Regimente genutzt, und bot später auch der Wehrmacht Quartier.
Nach Ende des 2. Weltkrieges war die Wilhelmsburg zunächst Notunterkunft für Ulmer Bürger, deren Wohnraum entweder zerbombt oder beschlagnahmt worden war. Danach entstand im ehemaligen Kasernenbereich ein riesiges Flüchtlingslager. 1945/46 wurde das Gebäude seines Ziegeldachs samt Dachstuhl entkleidet, was zu einer nachhaltigen Durchfeuchtung des Gemäuers und der Kasematten führte. Damit war die Wilhelmsfeste dauerhaft auch für die Belange der Bundeswehr nicht geeignet - die Truppe zog in die zu diesem Zweck errichtete Wilhelmsburgkaserne in direkter Nachbarschaft um.

In der Folge erwies sich das architektonisch attraktive und dabei so sperrige Objekt Wilhelmsburg als schwer vermittelbar. Für den symbolischen Betrag von einer Mark wurde 1986 schließlich die Stadt Ulm Eigentümer der Festung und erhielt acht Millionen Mark Zuschüsse, die vor allem in die Dachsanierung flossen. Ein Zink-Titan-Blechdach schützt heute das stolze und erfolgreich trockengelegte Bauwerk vor weiterem Verfall.

Auf dem nördlichem Dachtrakt wurde 2001 eine Solarstromanlage mit einer Leistung von 120 KWp installiert, zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme die größte ihrer Art im Ulmer Raum. Planung und Ausführung des Projektes wurde von der Ulmer High Solar geleistet. Gemeinsam mit zwei weiteren Nutzern hat die Firma in den historischen Räumlichkeiten Quartier bezogen, welche für gewerbliche Zwecke im südlichen Trakt der Wilhelmsburg erschlossen und modernisiert wurden.










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